EL LAGO TITIKAKA

Am Sonntag fruehmorgens sind wir aufgebrochen mit einem kleinen Boot zuerst zu den URO-INSELN wo wir einiges ueber den Lebensstil dieser kleinen schwimmenden Gemeinde erfahren haben. Dann durften wir uns noch eine typische Huette anschauen und dann wurde uns (natuerlich) die Arbeit der "Hauseigentuemerin" gezeigt: Decken, Kissenbezuege kleine Schiffe und Mobiles. Ich hab ein kleines Uro-Schiff gekauft, ist echt suess! Nach 3 Stunden schaukeliger Fahrt sind wir auf der Insel Amantaní angekommen wo wir dann von den Mamas und Papas der Gastfamilien in Empfang genommen wurden. Unser Gastmama heisst Irma, hat 2 Toechter Nelli (13) und Isi (2). Leider weiss ich nur noch die Abkuerzungen, nicht mehr die vollstaendigen Quechua-Namen. Ihren Mann Silvestre haben wir nur ganz kurz Abends mal zu Gesicht bekommen, er ist die ganze Zeit draussen auf dem See zum Fischen. Meine "Mitbewohner" waren John aus den USA (was fuer ein SCHNUCKEL!) und Kim aus Suedkorea.

 

Nach kurzer Eingewoehnung haben wir Mittagessen gegessen (nachmittags um 15 Uhr...). Quinoa-Kartoffel-Suppe und Reis mit Omelette. LECKER!!! Was ich voll lustig find: letztes Jahr hab ich Quinoa noch googlen muessen, als wir es in der Schwane auf der Speisekarte hatten! Jetzt befinde ich mich mitten im Hauptanbaugebiet!

 

Spaeter sind wir mit der ganzen Gruppe auf den Pachatata hochgewandert (ich war soooo stolz, war nicht als Letzte oben, da waren noch mind. 5 Leute hinter mir!). Dort muss man 3 mal gegen den Uhrzeigersinn um die Inka-Ruine laufen und sich dann etwas wuenschen.

 

Nach einem (wieder sehr leckeren) Abendessen haben wir uns dann umgezogen um zu unserer Fiesta zu gehen. EINE GAUDI! Ich hatte schon Angst, dass wir komplizierte Tanzschritte lernen muessen und meinte zu John, dass ich auf keinen Fall tanzen werde, aber es war einfach nur Spass an Bewegung und viel Lacherei! Da wir alle aber von dem langen Tag ziemlich kaputt waren, lagen wir um 22 Uhr schon in der Falle.

 

Montag morgens (heute) sind wir wieder frueh aufgebrochen um mit unserem Schiff zur Insel Taquile zu tuckern. Die halbe Nacht hat es geschuettet, aber puenktlich nach dem Fruehstueck hat es aufgehoert zu regnen und die Wolken haben sich verzogen. (Hatte bisher echt soooo viel Glueck mit dem Wetter!)

Nach einer herzlichen Verabschiedung von den Gastfamilien (hab `ne tolle Muetze geschenkt bekommen!) waren wir nach einer Stunde dann auf der Nachbarinsel. 

 

1,5 Wandern (meine absolute LIEBLINGSBESCHAEFTIGUNG...) bis zum Plaza Mayor. Aber der Ausblick auf dem Weg hat wieder mal alles Wett gemacht!!! Dann sind wir noch ein bisschen weitergewandert zu einem Restaurant mit einer WAHNSINNS-AUSSICHT auf den See wo wir wiederum Quinoa-Suppe und danach Forelle gegessen haben. WOW! (Werd das Essen hier echt vermissen. Vor allem meine geliebten REIS & BOHNEN. Aber das kann ich ja auch daheim nachkochen.)

 

Weitere 3 Stunden (diesmal war der See aber ruhig) haben uns dann wieder nach Puno zurueck gebracht wo ich jetzt im Hostel am PC sitze. Spaeter gehe ich noch was Trinken mit nem netten Paerchen von der Tour, muss aber frueh ins Bett, um 6 Uhr geht mein Taxi zum Flughafen. Mit dem 1,5 stuendigen Flug morgen umgehe ich ca. 24 Stunden Busfahrt von Puno nach Lima...

 

Denke ich meld mich aus Lima nochmal, hab dort ja nix zu tun ausser Souvenirs kaufen, chillen, sonnen & essen!!! Gott, wie ich mich drauf freue!

    TITICACA

(spanisch: Lago Titicaca oder auch Titikaka) ist Südamerikas größter See; mit einer Fläche von 8.288 Quadratkilometern ist er etwa 15 Mal so groß wie der Bodensee.

Er befindet sich auf dem Altiplano, der Hochebene der Anden; der westliche Teil (ca. 60%) des Sees gehört zu Peru, der östliche (ca. 40%) zu Bolivien. (Hier sagt man, das TITI gehoert Peru, das KAKA gehoert Bolivien. Sehr nett, oder???)

 

Der Titicaca-See ist das höchstgelegene kommerziell schiffbare Gewässer der Erde. Er liegt auf einer Höhe von 3.810 m über dem Meeresspiegel, ist 194 km lang und 65 km breit und hat eine maximale Tiefe von 365 m. Mehr als 25 Flüsse fließen in den Titicaca-See. Den einzigen Abfluss bildet der Río Desaguadero, der etwa 10% des überschüssigen Wassers befördert. Das restliche Wasser verdunstet.

 

Herkunft des Namens
Die Herkunft des Namens Titicaca, ursprünglich eine Bezeichnung für die Sonneninsel ("Isla del Sol" im bolivianischen Teil des Sees), ist nicht sicher bekannt. Er soll auf zwei Aymara-Wörtern beruhen: titi heißt „Große Katze" oder „Puma" und kaka heißt „grau". Der Legende nach ist der erste Inka, Manco Cápac, über einen Felsen auf der Sonneninsel („Titi-Karka", oder „Puma-Felsen"; „karka" = Stein, Felsen) auf die Erde gestiegen. Dieser Felsen hat (mit genügend Fantasie betrachtet) die Form des Kopfes einer Wildkatze. Eine liegende Katze ist aber auch zu erkennen, wenn die Landkarte mit dem See auf den Kopf gestellt wird. Auf Quechua dagegen heißt titi „Blei" oder „bleifarben", qaqa heißt „Felsen", also „bleierner (bleifarbener) Felsen".

 

   URO-INSELN

Die Uro sind eine ethnische Gruppe Indigener im Titicaca-See, etwa 2000 Menschen.

Die Uros leben auf schwimmenden Inseln ("islas flotantes"), die sie aus getrockneten Totora-Schilf herstellen. Dieselbe Pflanze ist unter anderem auch Rohstoff für Schilfboote und die Häuser auf den Inseln. Die Inseln, auf denen nur noch wenige hundert Uros leben, befinden sich 5 km westlich vom Hafen Puno. Die Mehrzahl der Uros lebt inzwischen auf dem Festland, wo sich auch die Friedhöfe befinden.

Die Uros leben von der Fischerei. Eine zusätzliche Einnahmequelle ist der Verkauf von bunten Decken an die Touristen und die Trinkgelder der Fotografen. Die Wurzeln der Totora-Pflanzen dienen auch als Nahrungsmittel und sind reich an Jod. (Und schmecken irgendwie nach Sellerie... Muss man ja alles mal probieren, gell?)

 

 

   AMANTANI

Die Insel ist annähernd rund und hat eine Fläche von etwa 15 Quadratkilometern.
Auf ihren beiden Gipfeln, Pachatata (Vater Erde) und Pachamama* (Mutter Erde), stehen Gebäude aus der Zeit der Inka bzw. der Tiwanaku-Kultur. Pachatata (auf Pachatata sind wir hochgeklettert) und Pachamama sind über viertausend Meter hoch und haben das Aussehen von überdimensionierten Hügeln. Die Insel ist autofrei. Amantaní wird auch die "Insel der Kantuta"** genannt, da diese Pflanze auf der Insel reichlich wächst.

 

   TAQUILE

Die Insel ist etwa 5,5 km lang und bis zu 1,6 km breit. Der höchste Punkt liegt bei 4.050 m Höhe über dem Meeresspiegel, der größte Ort bei 3.950 m (zum Vergleich die Wasseroberfläche des Titicaca-Sees: 3.810 m).
Taquile hat etwa 4000 quechuasprachige Einwohner, die auf Spanisch Taquileños genannt werden. Das Quechua (Variante Qusqu-Qullaw) wird von allen Altersstufen aktiv gesprochen. Besonders unter den Jüngeren sprechen viele auch Spanisch.
Auf der Insel Taquile gibt es ein generelles Verbot für Hunde und Katzen (hab dort wirklich keine gesehen!!!). Taquile hat eine Radiostation, die durch Generatoren versorgt wird. Die Gemeinde hat jedoch den Einsatz von Solarzellen beschlossen. (Es gibt dort sogar Internet, was von den Steuern mitbezahlt wird!)

 

*    PACHAMAMA

Für die Völker der Anden ist Pachamama oder Mama Pacha die als Göttin verehrte, personifizierte Mutter Erde und somit die Fruchtbarkeitsgöttin. Pacha ist in der Quechua-Sprache das Wort für Erde oder Welt, Mama bedeutet Mutter. Die Erde hat die Merkmale einer Mutter. Sie nährt, schützt und ist zu ritueller Kommunikation fähig. Sie ist Vermittlerin zwischen Oberwelt und Unterwelt. Die Aymara und Quechua verehren die Pachamama als omnipotente Göttin, die allen Kreaturen das Leben schenkt und sie nährt. Pachamama wird heute als Faktor für Identität, sozialen Widerstand und als Hoffnung auf ein umfassenderes Leben angesehen.

 

 

**   KANTUTA

Die Heilige Blume der Inka (Quechua qantu) ist eine Pflanzenart in der Familie der Sperrkrautgewächse . Die Cantua buxifolia wurde bereits in vorspanischer Zeit kultiviert und ist auch unter den spanischen Namen „La Flor Sagrada de los Incas" (Heilige Blume der Inkas) oder „Flor del Inca" (Inka-Blume) bekannt. Sie ist die „Nationalblume" von Peru.

 

 

Kommentare: 1 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Will auch... (Dienstag, 06 April 2010 07:04)

    ... Fotos machen!! Tolle Landschaften, da bekomm ich auch echt mal wieder Bock meine Kamera(s) auszupacken! Können wir ja bald zusammen machen... auf Foto-Tour gehen... und beknackte Foto-Sessions mit Schminken und Videoaufnahmen machen... *g*
    Knutsch you honey, bald biste wieder da!! *freu*