Weihnachten in Nicaragua

Die Weihnachtszeit hier in Zentralamerika war einfach so gaaaaanz anders als daheim in Deutschland. Lauter, bunter und irgendwie verrückter. 

Zunächst begann alles mit der "Purisima" bei der die Jungfrau Maria in ihrer ganzen Herrlichkeit (und Glitzer!!!) gerühmt wird... "La Purisima" bedeutet "die Reinste" und die 9 Tage lang dauernden Feierlichkeiten zelebrieren die Empfängnis der Jungfrau Maria seit mehr als 200 Jahren in Nicaragua. In Granada zum Beispiel wird Anfang Dezember eine Statue der Maria jeden Abend zu verschiedenen Plätzen und Kirchen gebracht. Die Straßen werden dekoriert mit Lichterketten, Girlanden und gaaaanz viel Glitzer (ein Traum!). Das ganze gipfelt dann am 7. Dezember in der "Griteria" bei der Gruppen von Sängern die Straßen entlangziehen und vor oder in den Häusern vor den Marienaltären singen. Wenn sie dann ihr Lied fertig gesungen haben erhalten die Sänger Süßigkeiten, Früchte oder andere Leckereien von den Hauseigentümern und ziehen weiter. Ein bisschen wie Halloween :) Außerdem wird noch gerufen: "Quién causa tanta alegría?" ("Wer bewirkt all diese Glück?") und die Antwort ist: "La Concepción de Maria!" ("Die Empfängnis von Maria"). Und natürlich dürfen Feuerwerk und Kracher/Knaller (wie heißt das denn???) nicht fehlen. Alles in allem eine sehr laute Angelegenheit aber etwas ganz Besonderes und ich bin froh, dass ich die Weihnachtszeit hier erleben durfte! In der Nacht von Heiligabend auf den 25. Dezember werden um 0.00 Uhr auch wieder ganz viel Feuerwerke gezündet und die Leute beglückwünschen sich wie an Silvester. Ich durfte das ganze mit Jorges Familie erleben was echt interessant war. Natürlich gehörte auch gaaaanz viel Rum zu den Feierlichkeiten (aua, mein Kopf). Die Purisima hab ich in Granada und Managua erlebt und zur Griteria waren wir in Masaya. In Managua waren wir außerdem noch in einem nachgebauten Betlehem. 

 

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